Kategorie-Archiv: Sterbehilfe

Sterbehilfe – Unser Weg der Mitte hat sich durchgesetzt

Klares Signal gegen den assistierten Suizid als Dienstleistung und für ein Leben und Sterben in Würde

Kerstin Griese und Eva Högl, Initiatorinnen des Gruppenantrags „Entwurf eines Gesetzes zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“, erklären:

„Wir begrüßen es, dass sich der Bundestag mit deutlicher Mehrheit für ein Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe ausgesprochen hat und damit ein klares Signal gegen den Tod als Dienstleistung setzt. Unser Weg der Mitte mit einer maßvollen strafrechtlichen Regelung hat sich durchgesetzt. Mit dem heute beschlossenen Gesetz machen wir deutlich, dass das Geschäft mit dem Tod in Deutschland nicht gewollt ist. Unser Weg schützt alte, kranke und einsame Menschen vor übereilten oder fremdbestimmten Sterbewünschen. Wir wollen nicht, dass der assistierte Suizid ausgeweitet wird. Der Freiraum für Ärztinnen und Ärzte bleibt erhalten. Ethische Gewissensentscheidungen sind im Einzelfall weiter möglich, das war uns besonders wichtig.Es ist gut, dass der Bundestag sich für die Diskussionen um das Ende Lebens viel Zeit genommen hat. Damit wurde eine breite gesellschaftliche Debatte über Leben und Sterben in Würde angestoßen und über die heute vorhandenen Möglichkeiten der Palliativmedizin aufgeklärt. Das muss weiter gehen.

Gestern hat der Bundestag beschlossen, die Hospiz- und Palliativversorgung auszuweiten und zu stärken. Das ist ein sehr wichtiger Schritt, denn die Antwort auf Leid und Schmerz darf nicht die Ausweitung des assistierten Suizids sein. Unser Dank gilt allen, die sich in der Hospizbewegung engagieren.“

Meine Rede vom 6. November findet sich hier.

Gemeinsame Presseerklärung mit Kerstin Griese zur Anhörung Sterbehilfe

Bundestagsanhörung zum assistierten Suizid: Zustimmung zum Weg der Mitte

Die heutige Bundestagsanhörung zu den vier Gesetzentwürfen zur Regelung des assistierten Suizids in Deutschland hat unseren Weg der Mitte bestätigt, so die beiden Initiatorinnen Kerstin Griese und Eva Högl. „Die Sachverständigen haben unserem Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung eindeutig Verfassungsmäßigkeit bescheinigt. Alte und kranke Menschen dürfen sich weder gedrängt oder verpflichtet fühlen, sich rechtfertigen zu müssen, warum sie weiter leben und versorgt werden wollen. Die Expertinnen und Experten sehen unseren Vorschlag als richtige Maßnahme an, um diese Gefahr zu vermeiden“, stellen beide fest.

Gemeinsame Presseerklärung mit Kerstin Griese zur Anhörung Sterbehilfe weiterlesen