Schluss mit exorbitanten Managergehältern

Das Verhältnis zwischen Vorstandsgehältern und dem Durchschnittsverdienst im Unternehmen liegt schon lange in einer Schieflage. Ein Vorstandsgehalt übersteigt im Schnitt mehr als das 50-fache des Durchschnittsverdiensts im Betrieb. Die SPD-Bundestagsfraktion will solchen Exzessen einen Riegel vorschieben.

Wenn Manager mehr als das 50-fache normaler Angestellter verdienen, empfinden das viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als ungerecht – zu Recht. Denn Maß und Mitte scheinen in manchen Vorstandsetagen verloren gegangen zu sein.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat daher einen Gesetzentwurf zur Begrenzung von Managergehältern vorgelegt mit drei Kernelementen.

  1. Exorbitante Managergehälter dürfen nicht länger von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlen mitbezahlt werden. Daher soll die steuerliche Absetzbarkeit der Gesamtbezüge und Pensionen eines Vorstandsmitglieds begrenzt werden.
  2. Es darf nicht sein, dass schlechte Leistungen von Vorständen auch noch mit Boni belohnt werden. Deswegen soll der Aufsichtsrat bei schlechten Leistungen oder Regelverstößen die Bezüge herabsetzen oder Ruhegehälter zurückfordern können.
  3. Über die Höhe von Vorstandsgehältern sollte nicht allein der Aufsichtsrat entscheiden. Die Hauptversammlung sollte ein Mitbestimmungsrecht erhalten.

Die SPD-Bundestagsfraktion möchte mit dem Gesetzentwurf keine Neiddebatte gegen Manager führen. Außergewöhnliche Leistung sollte auch außergewöhnlich honoriert werden können. Allerdings müssen Maß und Mitte gewahrt werden.

Der Gesetzesentwurf wird jetzt mit dem Koalitionspartner diskutiert. Dabei liegt es an der Union, sich kooperativer zu zeigen als bisher und die Begrenzung von Managergehältern nicht zu blockieren. Die SPD wird sich für mehr Gerechtigkeit bei Managergehältern einsetzen.